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descriptionGrafik: Bronchien
Die chronische Lungenerkrankung führt zu Hustenanfällen, verschleimten Bronchien und Atemnot. Raucher haben ein besonders hohes Risiko.
descriptionStethoskop
Einige Symptome von COPD ähneln denen von Asthma. Eine genaue Untersuchung beim Lungenfacharzt macht die Unterschiede deutlich und sichert die Diagnose.
descriptionInhalator
Medikamente, die die Bronchien entspannen und Entzündungen unterdrücken, gehören ebenso zum Behandlungsspektrum wie Sauerstoff oder Atemtherapie.
descriptionFrau auf dem Laufband
Nach Absprache mit dem Arzt sollten sich auch COPD-Patienten regelmäßig bewegen. Das erhält ihre körperliche Fitness und damit die Lebensqualität.
descriptionZigarette im Aschenbecher
Fast alle COPD-Patienten sind oder waren starke Raucher. Die Tabakabstinenz ist daher der wichtigste Schritt, um sich vor der Krankheit zu schützen.
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Sport ist kein Tabu – im Gegenteil

Bei den meisten COPD-Patienten ist im Lauf der Jahre wegen der Atemnot bei körperlicher Anstrengung eine ausgeprägte Bewegungsarmut entstanden. Daher sollten Betroffene, die runter vom Sofa wollen, nicht einfach loslegen, sondern zunächst ihren Arzt konsultieren und mit ihm besprechen, in welcher Form sie Sport treiben können. Wenn die Lungenfunktion überprüft und die Belastbarkeit festgelegt wurde, steht der sportlichen Betätigung nichts mehr im Wege. Das Training kann zwar nicht direkt die Lungenfunktion verbessern, aber die Leistungsfähigkeit des Betroffenen insgesamt.

Im Überblick



In Deutschland gibt es ambulante Lungensportgruppen. Sie sind insbesondere für Betroffene mit leichter COPD gut geeignet. Ein speziell ausgebildeter Übungsleiter übernimmt hier die Anleitung. Sofern die Krankheit bereits mittelschwer ist, kann der Sport in einer solchen Gruppe, in der normalerweise auch viele Asthmatiker sind, für einen COPD-Patienten bereits zu viel sein. Dann bietet sich eher eine ambulante Rehabilitationsgruppe mit gemäßigtem Bewegungsprogramm an.

Manchmal kann als Einstieg für ein dauerhaftes körperliches Training der Aufenthalt in einer Rehaklinik mit drei bis fünf Trainingseinheiten pro Woche sinnvoll sein. Dies gilt auch, wenn jemand besonders schwer von der COPD betroffen ist, denn dann ist eine intensive ärztliche Aufsicht während des Trainings unabdingbar.
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Zehn Trainingsregeln für COPD-Sportler

Die American Association for Respiratory Care hat folgende Ratschläge für sportlich ambitionierte Patienten mit COPD zusammengestellt:

1. Wärmen Sie sich auf. Zu Beginn des Trainings sollten Sie ausgiebig Dehnübungen machen: Falls Sie joggen wollen, tun Sie es in den ersten fünf bis zehn Minuten sehr langsam.

2. Setzen sie sich erreichbare Ziele. Beginnen Sie mit einer Vorgabe, die Sie mit Sicherheit erreichen können. Allmählich können Sie Ihre Ziele dann höher stecken. Das kann zum Beispiel bedeuten, in der ersten Wochen nur fünf Minuten zu trainieren, in der zweiten dann mit zehn Minuten weiterzumachen, usw. Auf Dauer sollten Sie wöchentlich zwei- bis viermal für jeweils 20 bis 30 Minuten aktiv werden.

3. Bringen Sie Abwechslung ins Sportprogramm. Schwimmen, Walken, Oberkörpertraining zur Unterstützung der Atemhilfsmuskulatur, Aerobic auf niedrigem Niveau – viele abwechselnde Bewegungsarten verhindern Langeweile. Denn wenn Sie erst anfangen, sich zu langweilen, werden Sie nicht bei der Stange bleiben.

4. Wählen Sie Übungen, die Ihnen Spaß machen. Manchmal dauert es etwas länger, bis man die richtige Sportart für sich findet. Probieren Sie einfach vieles aus.

5. Trainieren Sie mit Bekannten. So kann man sich gegenseitig motivieren und während der Übungen sprechen. Das garantiert auch, dass man nicht übertreibt.

6. Versuchen Sie nicht, sich zu drücken. Jede Art körperlicher Aktivität ist besser als keine. Fangen Sie langsam an. Wenn Sie dann merken, dass Ihnen die Bewegung gut tut, werden Sie automatisch mehr machen. Aber beginnen Sie einfach.

7. Nehmen Sie sich die Zeit fürs Abkühlen. Gehen sie eine Runde langsam und dehnen Sie nochmals ausgiebig.

8. Hören Sie auf, wenn Sie sich unwohl fühlen. Das gilt für Schwindel, Herzklopfen, Atemnot und jede Art von Schmerzen während des Sports. Sollte es Ihnen dabei auffallend schlecht gehen, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt aufsuchen oder im schlimmsten Fall einen Notarzt rufen.

9. Bestimmen Sie Ihr eigenes Tempo. Sie konkurrieren mit niemandem und nur Sie selbst wissen, welches Tempo Ihnen guttut.

10. Belohnen Sie sich. Egal wie klein die selbst gesteckten Ziele sind, belohnen Sie sich, wenn Sie sie erreicht haben.
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Viele COPD-Patienten dürfen reichlich essen

Oft leiden Menschen, die an COPD erkrankt sind, an Gewichtsverlust, obwohl sie ganz normal essen. Offenbar sind bei ihnen sowohl der Ruheumsatz als auch der tägliche Kalorienverbrauch erhöht. Der Grund dafür ist, dass das anstrengende Atmen mit einem Lungenemphysem und verengten Atemwegen mehr Energie verbraucht. Wenn durch eine Anpassung der Ernährungsgewohnheiten die Kalorienzufuhr nicht erhöht und deshalb das Körpergewicht nicht gehalten werden kann, sind im allgemeinen Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll. Durch sie können insbesondere in Rehabilitationsprogrammen die Muskelfunktion und Übungskapazität wie auch der allgemeine Gesundheitsstatus verbessert werden. Aber auch die Gesamtprognose wird durch eine adäquate Ernährung günstig beeinflusst.
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Adressen und Links: COPD


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Perfekt bei COPD: Nordic Walking erlaubt Bewegung ganz im eigenen Tempo. So überanstrengen Sie sich nicht.
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Schwimmen: Kräftigt die Atemmuskulatur hervorragend und ist deshalb besonders gut geeignet bei COPD.
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Gemeinsam trainieren: Wer zusammen mit anderen Sport treibt, hat wesentlich mehr Spaß – und das ist wichtig dafür, dass man sein Trainingsprogramm auch regelmäßig durchführt.