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descriptionMehrere Beinen von Joggern, einer davon mit Bandage
Muskeln, Bänder und Sehnen können überdehnen oder sogar reißen. Die Folgen reichen von leichten Schmerzen bis hin zur Bewegungsunfähigkeit.
descriptionFuß wird bandagiert
Verstauchungen und Prellungen sind vor allem eines: schmerzhaft. Salben und Gels aus der Apotheke lindern die Beschwerden und fördern den Heilungsprozess.
descriptionAmerican Football Player mit Armverletzung
Knochenbrüche und Verrenkungen: Es bedarf gewaltiger Kräfte, um sich so eine Verletzung zuzuziehen. Bei Knorpelschäden ist häufig eine OP notwendig.
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Ob Schnitte oder Blasen: In Ihrer Apotheke bekommen Sie professionelle Hilfe. Bei schweren Verletzungen oder Gehirnerschütterung sollte ein Arzt aufgesucht werden.
descriptionNotfallausrüstung mit Erste Hilfe Kasten, Mullverband und Sportgel
Viele Sportverletzungen sind vermeidbar. Ist es doch passiert, müssen schnell Maßnahmen ergriffen werden: Erste Hilfe und Medikamente aus der Apotheke.
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Gehirnerschütterung, Hautverletzungen und Nasenbluten

Gegen kleinere Blessuren helfen Salben, Pflaster und Verbände aus der Apotheke (siehe dazu auch: „Hilfe aus der Apotheke“). Andere Verletzungen hingegen erfordern umgehend den Besuch beim Arzt.

Im Überblick



Ein starker Schlag auf den Kopf kann eine Gehirnerschütterung zur Folge haben. Typische Symptome sind Verwirrtheit, Kopfschmerz, Schwindelgefühl, Übelkeit oder Erbrechen. Meistens kann sich der Verletze auch nicht an den Unfallhergang erinnern. Dann muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Abschürfungen, Quetschungen, Schnitt- und Risswunden – es gibt wohl kaum einen Sportler, der nicht schon Bekanntheit mit Hautverletzungen gemacht hat. Bei kleineren Wunden helfen Salben und Pflaster aus der Apotheke. Schwere Wunden sollte der Arzt behandeln.

Bei einem Schlag auf die Nase kann es zu Nasenbluten kommen: meist kein Grund zur Besorgnis. In der Regel reicht leichter Druck auf die Nasenflügel, um die Blutung zu stillen.
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Gehirnerschütterung

Ein starker Schlag auf den Kopf oder ein Sturz vom Fahrrad kann zu einer Gehirnerschütterung (Commotio cerebri) führen. Im Gegensatz zu einer Gehirnprellung, -quetschung oder -blutung kommt es bei einer Gehirnerschütterung nicht zu Schädigungen der Gehirnstruktur. Lediglich die Gehirnfunktionen sind vorübergehend gestört, es kommt zu Störungen des Bewusstseins und Verwirrtheit.

Ab dem Zeitpunkt des Unfalls kommt es typischerweise oft zu einer Erinnerungslücke. Die Verletzten leiden zudem unter starken Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen, Übelkeit oder Erbrechen – bei schweren Fällen kann es auch zu kurzer Bewusstlosigkeit kommen. Je nach Unfallhergang kann eine Platzwunde (siehe Platzwunde) entstanden sein. Wenn Anzeichen für eine Gehirnerschütterung (oder eine andere Kopfverletzung) vorliegen, muss unbedingt schnell ein Krankenwagen gerufen werden.

Behandlung von Gehirnerschütterungen

Bei einer Gehirnerschütterung wird der Arzt neben einer Computertomografie oder Magnetresonanztomografie auch Aufnahmen der Halswirbelsäule anfertigen, um eventuelle Brüche auszuschließen.

Der Patient wird die ersten 24 Stunden nach der Verletzung rund um die Uhr in der Klinik überwacht. Er muss Bettruhe einhalten und bekommt – wenn nötig – Medikamente gegen Kopfschmerzen und Übelkeit. Erst wenn dauerhaft keine Beschwerden mehr bestehen, kann er nach Hause entlassen werden. Auch dort sollte er sich noch für einige Tage schonen. Leichtes körperliches Training ist nach etwa einer Woche wieder möglich.
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Hautverletzungen

Zu offenen Wunden kommt es beim Sport häufig, vor allem bei körperbetonten Sportarten wie Eishockey oder Fußball. Auch Stürze – etwa beim Radfahren – führen oft zu Hautverletzungen. Je nachdem, wie sie entsteht, unterscheidet man Schnitt-, Quetsch-, Riss- und Schürfwunden. Platzwunden entstehen durch einen Schlag oder Sturz auf die Haut an Stellen, wo die Haut direkt auf dem Knochen aufliegt: zum Beispiel am Kopf, am Schienbein oder an der Kniescheibe.

Hautverletzungen können auch durch Reibung entstehen. Reibung zwischen Haut, Socken und Schuhen führt zu Blasen an den Füßen: Die Hautschichten trennen sich, der Zwischenraum füllt sich mit Flüssigkeit. Auch bei aneinander reibenden Körperteilen (etwa in der Leiste oder den Achseln) entstehen wunde Stellen.

Behandlung von Hautverletzungen

Ist die Haut durch aneinander reibende Körperteile wund, hilft Wundsalbe. Bei tiefen, großen oder verschmutzen Hautverletzungen sollten Sie nach der Erstversorgung einen Arzt aufsuchen – das gilt immer auch für Platzwunden. Unter Umständen muss die Wunde genäht oder geklammert oder mit einem speziellen Pflasterverband versorgt werden.

Der Arzt wird außerdem den Impfschutz gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) überprüfen und – wenn nötig – eine Impfung durchführen.

Blasenpflaster können der Bildung von Blasen an den Füßen vorbeugen. Entsteht trotzdem eine Blase, sollte sie nicht geöffnet werden, da die Blase mit ihrer Flüssigkeit die unteren Hautschichten bis zur Abheilung vor Infektionen schützt. Sehr großflächige Blasen können jedoch mit einer keimfreien Nadel punktiert werden. Anschließend müssen sie dann steril abgedeckt werden. Die leere Hülle sollte nicht abgetragen werden, da auch sie die darunterliegende Haut schützt.
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Nasenbluten

Bei einem Schlag auf die Nase (etwa bei einem Zusammenprall oder durch einen Ball) kann es zu Nasenbluten kommen, weil ein Blutgefäß in der Nasenschleimhaut platzt. Nasenbluten ist meist harmlos. In der Regel kann man durch Druck auf die Nasenflügel die Blutung zum Stehen bringen. Bei schweren Verletzungen im Nasenbereich wie einer Nasenbeinfraktur kann es auch zu Blutungen aus der Nase kommen. Diese müssen dann allerdings ärztlich versorgt werden.

Behandlung von Nasenbluten

Nasenbluten ist meist harmlos. Der Kopf sollte nach vorne gebeugt werden, damit das Blut ablaufen kann. Hilfreich ist ein kalter Umschlag auf dem Nacken – die Kälte verengt die Gefäße und unterstützt die Blutstillung. Druck auf die Nasenflügel für etwa ein bis zwei Minuten bringt die Blutung in der Regel zum Stehen. Hört das Nasenbluten nicht nach einigen Minuten auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Er kann spezielle Nasentamponaden einführen oder das blutende Gefäß veröden.
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Sportler mit Kopfschmerzen
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Ernst nehmen: Ein starker Schlag auf den Kopf kann eine Gehirnerschütterung zur Folge haben. Klagt der Verletzte über starke Kopfschmerzen, Schwindelgefühl oder Übelkeit, sollte ein Krankenwagen gerufen werden.
Zwei bunte Pflaster auf Achillessehnen
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Heile Füße: Spezielle Blasenpflaster können verhindern, dass sich schmerzhafte Blasen bilden.
Nasenbluten wird mit Taschentuch gestillt.
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Meist harmlos: Bei Nasenbluten besteht in der Regel kein Grund zur Sorge. Häufig reicht ein leichter Druck auf die Nasenflügel aus, um die Blutung zu stillen.